SPD-Kreismitgliederversammlung: Euphorie über den gelungenen Politik-Wechsel

Presseecho

Das Führungsteam der Kreis-SPD

Aus dem Südkurier 26.05.2011 von Nicole Rauscher:

Bei der SPD-Kreismitgliederversammlung am Montagabend stand die Ampel auf Grün: Voller Euphorie über den gelungenen Politik-Wechsel in Baden-Württemberg werden die Ärmel hochgekrempelt, um die Chance an der Regierungsbeteiligung ausreichend zu nutzen, erklärte die noch amtierende Kreisvorsitzende Susanne Fuchs.

Zu ihrem Nachfolger wurde anschließend Stephan Binsch aus Gammertingen gewählt.„Der Wechsel beginnt auch bei der Hauptversammlung, denn wenn es am schönsten ist, soll man gehen.“ So begründete Susanne Fuchs ihren Rücktritt und blickte in ihrem Bericht zurück auf den Schwerpunkt Wahlkampf, den sie mit ihrem Team neben vielen weiteren Veranstaltungen gemeistert hat.Zu ihrem Nachfolger wurde einstimmig der 25-jährige Stephan Binsch, Student für Rechtswissenschaften, gewählt. Er ist schon seit vielen Jahren Ortsvorsitzender und Mitglied des Gemeinderats in Gammertingen. Unterstützt wird er durch seine Stellvertreter Susanne Fuchs und Christian Röhl. Als Kassierer bleibt Ulrich Möhrle erhalten, die Schriftführung übernimmt zukünftig Nadja Grimm.

Das junge Team ist sich seiner Herausforderung bewusst, die der Wahlkreis-Kandidat Daniel Klein beschrieb. Der Koalitionsvertrag beinhaltet sechs Schwerpunkte: Das Thema Bildung sei fast übertragen worden nach den Vorstellungen der SPD. Beim Thema Verkehr ist der Ausbau der Zollern-Bahn geplant sowie Taxi-Sammel-Systeme und die zentrale Organisation des Schienengüterverkehrs. Die Integration soll verbessert und die Polizei verstärkt werden. Im Bereich erneuerbare Energie werden ebenfalls einige Änderungen geplant, ebenso bei der Bürgerbeteiligung. Diese soll auf allen Ebenen verbessert und erleichtert werden.

Insgesamt sind die Genossen im Kreis sehr zufrieden, denn auch die Planungen für die hiesige Region decken sich mit den Vorstellungen der SPD. Das Breitbandnetz soll weiter ausgebaut werden, ebenso das öffentliche Verkehrsnetz, wobei sich die Gestaltung des Bundesfernstraßen-Netzes als sehr schwierig darstellt. Die Geschlechterpolitik steht ebenfalls auf dem Programm. Hier sollen unter anderem mehr Teilzeitstellen für Führungskräfte geschaffen werden. Die Tourismus- und die Agrarförderung sind ebenfalls Schwerpunkte hinsichtlich der Infrastruktur. Außerdem plant die neue Regierung mehr Mikrokredite, um eine Unternehmens-Gründung zu vereinfachen und die Förderung der experimentellen Kultur. Vor allem wird hier die barrierefreie Teilnahme im Vordergrund stehen.

Jörg Schmitt dankte Daniel Klein für die Erstellung des Schriftstücks „Überlegungen und Gedanken zum nächsten Wahlkampf“. Das sei eine gute Grundlage für die Zukunft, denn die Partei müsse seiner Meinung nach noch eine Menge Hausaufgaben machen. „Man darf kein schlechtes Ergebnis schön reden“, denn schließlich haben die Grünen die Wahl gewonnen. Doch immerhin wisse die SPD, wie Regieren geht.